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Instagram

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Instagram
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Maintainer Meta Platforms, Inc.
Erscheinungsjahr 2010
Betriebssystem Android, Apple iOS, Fire OS
früher: Microsoft Windows Phone
Kategorie Teilen von Fotos und Videos
Lizenz Freeware
Deutsch ja
Website instagram.com
Kevin Systrom, 2013
Mike Krieger, 2012

Instagram ist eine kostenlose Applikation für Smartphones mit Android, Apple iOS oder Fire OS, mit der Nutzer Fotos und Videos erstellen, mit Filtern bearbeiten und im eigenen Instagram-Netzwerk und anderen sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter verteilen können. Das von Kevin Systrom (* 1983) und Mike Krieger (* 1986) gegründete Instagram mit Sitz in San Francisco, Vereinigte Staaten startete im Oktober 2010. Instagram ist ein Kofferwort aus "instant" (englisch für sofort) und "telegram" (englisch für Telegramm).[1] Im Februar 2015 enthielt Instagram nach eigenen Angaben über 30 Milliarden Fotos.[2] Früher wurde auch das Betriebssystem Microsoft Windows Phone unterstützt.

Fotoverarbeitung

Beispielbearbeitung mit dem Hefe-Filter
Collage mit Originalbild und 16 Bearbeitungen mit Instagram-Filtern

Fotos in Instagram sind wie Polaroid-Fotos quadratisch. Über die einfach zu bedienende Benutzeroberfläche können Bilder mit Filtern bearbeitet werden. Optional kann die große Schärfentiefe des Fotos gebrochen werden und der Fokus händisch auf das gewünschte Objekt gelegt werden. Das Bild kann mit Beschreibung und Geotag versehen werden und im eigenen Instagram-Netzwerk und in soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter, Tumblr, Foursquare oder per Email verteilt werden.[3]

Instagram bietet über 20 Filter zur Bearbeitung: Earlybird, Mayfair, Amaro, Rise, Valencia, X Pro II, Lo-Fi, Willow, Brannan, Nashville, Toaster, Hefe, Sierra, Sutro, Inkwell, Hudson, Walden, 1977 und Kelvin.[4] In der Version 6.4.0 (iOS) und 6.12.0 (Andoid) vom 16. Dezember 2014 sind die Filter Slumber, Crema, Ludwig, Aden und Perpetua hinzugekommen.[5]

Geschichte

Mitgründer Kevin Systrom studierte an der Stanford-Universität im kalifornischen Silicon Valley. Während des Studiums hat er an einem Fotodienst mit dem Namen Photobox gearbeitet, wodurch Mark Zuckerberg auf ihn aufmerksam wurde. Im Jahr 2004 lehnte Kevin Systrom ein Angeboot von Mark Zuckerberg ab, bei Facebook mitzuarbeiten. Systrom entschied sich stattdessen, sein Studium weiterzuführen. 2006 machte er seinen Wirtschafts- und Ingenieurabschluss in Stanford. Bei Odeo machte Systrom ein Praktikum. Aus Odeo ging später der Kurznachrichtendienst Twitter hervor. Nach seinem Studium arbeitete Systrom zunächst bei Google an Gmail mit. Nach zwei Jahren wechselte er zu einem Internetdienst für Reiseempfehlungen. Nach einiger Zeit gründete Systrom sein eigenes Unternehmen mit dem Namen Burbn. Burbn bot eine mobile Plattform zum Austausch von Inhalten, war aber nicht erfolgreich. Die enthaltene Fotofunktion war jedoch sehr populär und war schließlich die Idee für Instagram. Zur Gründung von Instagram tat sich Systrom mit Mike Krieger zusammen. Krieger schloss 2008 sein Studium der Computerwissenschaften ebenfalls in Stanford ab und arbeitete zunächst für das Internetunternehmen Meebo.[6] Das Unternehmen Instagram wurde im Oktober 2010 gegründet.[3]

Nach rund acht Monaten hatte Instagram bereits knapp 5 Millionen Benutzer. Zu dem Zeitpunkt war Instagram nur für Apple iOS verfügbar.[7] Im Jahr 2011 wählte Apple die App Instagram zur „App des Jahres“.[3] Anfang April 2012 wurde die App für Android veröffentlicht. Voraussetzungen waren Android 2.2 (Froyo) und die Grafikschnittstelle OpenGL ES 2.[8]

Im April 2012 kaufte Facebook für rund 1 Mrd. US-Dollar den Fotodienst Instagram. Instagram hatte zu dem Zeitpunkt rund ein Dutzend Mitarbeiter. Kurz zuvor hatte Instagram Berichten zufolge 50 Mio. US-Dollar Risikokapital von Geldgebern wie Sequoia Capital bekommen.[9] Im November 2016 fügte Instagram dem Direct-Message-Bereich Instagram Direct eine neue Funktion hinzu. Instagram Direct unterstützt nun verschwindende Fotos und Videos, ähnlich wie bei Snapchat. Instagram Stories wurde in den darauffolgenden Wochen um Live-Video ergänzt, ähnlich wie bei Periscope.[10][11] Am 20. Juni 2018 kündigte Kevin Systrom die weltweite Verfügbarkeit der Videoplattform IGTV ("Instagram TV") an. Damit können Nutzer Videos mit einer Länge von bis zu 60 Minuten hochladen. Bei Instagram selbst sind nur 60 Sekunden pro Clip und 15 Sekunden pro Story erlaubt. IGTV ist über die Haupt-App sowie eigene Mobil-App für iOS und Android erreichbar.[12] Zu der Zeit hatte Instagram offiziell 1 Milliarde Benutzer.[13] Am 23. Juni 2020 wurde Instagram Reels in Deutschland zum Test bereitgestellt. Damit sind bis zu 15 Sekunden lange Videos möglich, mit denen die chinesische Plattform TikTok extrem erfolgreich ist.[14] Am 28. Oktober 2021 gab Mark Zuckerberg bekannt, dass der Mutterkonzern Facebook in Meta Platforms umbenannt wird.[15]

Literatur

  • 2020: UNFOLLOW!: Wie Instagram unser Leben zerstört, Nena Schink, 240 Seiten, Eden Books, ISBN 978-3959102629
  • 2020: No Filter: The Inside Story of Instagram, Sarah Frier, 352 Seiten, Simon & Schuster, ISBN 978-1982143176 (Englisch)
  • 2021: Be Social!: Dein Lexikon zur Social Media Plattform Nr.1, Tanja Günther und Christian Günther, 68 Seiten, ISBN 979-8504885377
  • 2021: Instagram - optimal nutzen, Christian Immler, 190 Seiten, Markt+Technik Verlag, ISBN 978-3959822114
  • 2021: Insta it!: Erfolgreiches Marketing mit Instagram, Anne Grabs, 472 Seiten, Rheinwerk Computing, ISBN 978-3836279529
  • 2022: Instagram Marketing 2022: Die einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung für mehr Likes, Follower und Kunden, Dominik Schwarz, 104 Seiten, ISBN 979-8449460264

Weblinks

Quellen